Von Tino Hahn am 05.10.2008
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Hercules-Netbook ohne Höhen und Tiefen
Mittlerweile sind Netbooks so populär, dass sie bereits ins Angebot von Versandhäusern wie Quelle und Otto vorgestoßen sind. Neben diesen beiden Handelsriesen ist das Netbook „eCafé“ von Hercules allerdings auch beim Online-Händler Pearl erhältlich:
In dem knapp 300 Euro teuren Netbook steckt ein Geode-Prozessor von AMD, der es auf lediglich 500 Megahertz bringt. Auch die Arbeitsspeicher-Ausstattung von lediglich 512 Megabyte ist alles andere als beeindruckend, jedoch kommt als Betriebssystem eine speziell angepasste Variante von Linux Mandriva zum Einsatz. Dennoch dürfte diese schwachbrüstige Hardware kaum geeignet sein, um Anwendungen ohne lästige Wartezeiten und lahme Reaktion auszuführen.
Von der Werbung für das Hercules-Netbook sollte man sich übrigens nicht verwirren lassen: Obwohl darin die Rede von einem 8 Zoll großen Display mit 1024 x 600 Bildpunkten die Rede ist, stimmt diese Aussage nur bedingt: Diese Auflösung kann das Mandriva-Linux interpoliert darstellen und somit beispielsweise Webseiten ohne lästiges Seitwärts-Scrollen anzeigen. Doch ein scharfes Bild ohne verschwommene Schriften und Bilder erhält man nur in der nativen Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten.
Die kaffeebraune Optik des Hercules Netbook eCafé ist zwar Namensgeberin für den mobilen Mini-Rechner, aber auch arg gewöhnungsbedürftig und alles andere als ein Augenschmaus.
Fazit: Für 300 Euro bietet das Hercules-Netbook akzeptable, aber keineswegs überragende Leistungswerte und dürfte es eher schwer haben, sich gegen die Konkurrenz von Asus, Acer, Dell und Co. durchzusetzen. Insbesondere das Acer Aspire One bietet wesentlich mehr für lediglich 50 Euro Aufpreis.

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